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Besser Foulen

by Donnerfaust Thorsen (Sodalitas Dei Nomine Vacantis)

General

Da steht man nun einsam und allein auf dem Feld, elfische Wardancer wirbeln um einen herum, das einem übel werden kann, der gegnerische Brocken zerlegt dem eigenen Team in einem wahren Fäustesturm die Defense, und man selber hat damit zu tun, die ganzen Klauenkratzer der Werwölfe aus der Nekromantenrotte zu desinfizieren, bevor man sabbernd und zuckend vom Platz getragen wird. Muß das sein? Nein, denn es gibt ja jetzt den Ratgeber für´s “Besser Foulen”!

Auch wenn von diversen Teams als Praktik verpöhnt, ist das technische Foul mitunter doch eines der taktischen Manöver, auf das man sich stützen kann, wenn man sich selber zahlen-, technik-, stärke- oder auch positionstechnisch in einer unterlegenen Position befindet.

Während die Ausgangssituation verschieden sein mag, ist die Anwendung der Technik gewohnt simpel:
Man sucht sich das “Target” (im Fachjargon auch “Opfer” genannt), blockt dieses mit einem entsprechend befähigten Spieler um – gegen Brocken lohnen sich Brocken oder adäquat starke Spieler wie Mumien, oder Spieler mit Furchtlos – holt sich 2+ engagierte Jungs heran (merket auf, Goblins, denn auch ihr bekommt pro foulunterstützendem Spieler je +1 auf dem RW, zusätzlich zu dem +1 Bonus fürs Foulen) und tritt nach; je nachdem wie stark die gegnerische Rüstung ist, sollte man die Anzahl der “Hilfskräfte” bemessen. Der gewünschte Effekt ist, das der gegnerische Spieler mit hoher Wahrscheinlichkeit mindestens genug “angeschlagen” ist, z.B. einem eigenen durchgebrochenen Ballträger zu folgen (Gegner mit Strip Ball, Tackle, Shadowing oder einfach nur hoher Reichweite geben hierfür ideale Ziele ab).

Um das ganze zu verschärfen, lohnt sich ein verstohlener Blick auf die Fertigkeitentabelle, die die Fertigkeit Brutal offenbart:

+2 entweder gegen den RW oder den Verletzungswurf

Diese Fertigkeit ist ziemlich bösartig, da man sich beim Knacken der gegnerischen Rüstung einfach auf seine Kameraden zu stützen braucht, um dem verhaßten gegnerischem Spieler richtig zuzusetzen und ihn mit höherer Wahrscheinlichkeit vom Platz zu schicken, dann sich aber auf den Brutal-Bonus des Foulspielers zum Verletzen berufen kann.

Jenseits dessen darf man nicht außer acht lassen, das ein beschädigter vitaler Spieler, der eine schwere Verletzung erleidet, auch ein beschädigter vitaler Spieler weniger ist, auf den man im Folgespiel zu achten hat. Gerade bei Ligaspielen ist ein derart strategisches Denken nicht außer acht zu lassen.

Der kluge Mann baut eben vor!

Allerdings hat das Foulen natürlich auch die Kehrseite, das man

1. den foulenden Spieler zu verlieren riskiert.
2. keine SSP für das eventuelle Verletzten des gegnerischen Spielers bekommt
3. nicht nur der Schiedsrichter, sondern auch der gegnerische Trainer einen auf dem Kieker haben wird, und dessen Reaktionen von einer Änderung seiner Gangart bis hin zu einem rhytmischen Klopfen des eigenen Schädels auf den Tisch reichen mag, wenn der Gegenspieler einem auf brachiale Art und Weise die Maserungen der Spielplatte von Nahem zeigen möchte, um sich für die eigene Spielweise zu revanchieren.

Also, denkt dran, ihr Gobos, Halblinge, Elfen, Norse und Amazonen, foult nur mit Eurem billigsten unerfahrenstem Spieler (denn dieser ist ein zu verschmerzender Verlust), foult nur in vital wichtigen Situationen (bei Übermacht, als Notstopp, etc.)und möglichst am Ende des Zuges (um eine Vorzeitigen Zugverlust durch einen Strfwurf des Schiedsrcihters zu vermeiden) und übertreibt es letztlich damit nicht, um Euch Euren Mitspielern gegenüber nicht zu sehr in Ungnade ziehen.